Bestuhlt - Essen im Veranstaltungsraum ab Einlass bis Beginn sowie in der Pause

Termine

Zurück

Eintritt: € 24,80 incl. VVK- und Systemgebühr / AK € 26,00

Herbert & Schnipsi

Weil mir uns net geniern

Claudia Schlenger & Hanns Meilhamer

Weil mir uns net geniern

Regie: Eva Demmelhuber
Piano: Michael Armann und Klaus Reichardt, Kostüme: Franziska Schützeneder
AZ Stern

„Hauptsach, mir ham uns gern!“ so kurz und knapp könnte man das Resümee des neuen Programms von Schlenger/Meilhamer beschreiben. Und dasselbe gilt ja auch für die schon seit über 25 Jahren währende gegenseitige, große Liebe zwischen dem niederbayerischen Komikerduo und seinem treuen Publikum. Als sympathisch-quietschiges Weibsbild und als treuherzig-dodeliger Mann erobern sich „Herbert & Schnipsi“ die Herzen ihres Publikums auch in ihrem neuen Programm im Sturm.

Mit spielerischer Leichtigkeit und humorvollem Charme fegen sie über die Bühne bis jeder glaubt, dass eine chaotische Ehe nicht gleich zum Scheitern verurteilt sein muss. „Ein Mann und eine Frau, da passt doch ois genau, Östrogen trifft auf Testosteron, zwei Stimmen klingen zu einem Ton!“ – der dann natürlich danebengeht und gar nicht harmonisch klingen will. Aber der Mensch menschelt halt nun mal. Man darf sich nur nicht dafür geniern!

So schräg, skurril und schrill die Sketche über das ewig junge Thema „Ehe und Alltag“ oder „Mann und Frau“ auch sein mögen, wenn Herbert & Schnipsi zwischenmenschliche Abgründe unter ihre satirische Lupe nehmen, dann doch immer mit ebenso viel Gefühl wie Witz. Auch wenn die Abgründe noch so tief sind.

Der ganz normale Wahnsinn des Alltags zieht sich wie ein roter Faden durchs Programm. Worauf andere sich schon in jungen Jahren freuen, nämlich die Auszahlung einer Lebensversicherung, stürzt Hanns alias Herbert Haberkorn in eine ausgewachsene Midlifecrisis. Der Blick in den Spiegel hat ihn nie interessiert, aber die Auszahlung seiner Lebensversicherung lässt an seinem Alter nun keinen Zweifel mehr:„Mei Nasn! Is de länger worn?“

Schnipsi hat das Alter schon lang akzeptiert: „Mit meinen Batzlaugen und Hängebacken seh ich ja aus wie ein Hamster!“ Ihrem Temperament und ihrer Lebenslust tut das keinen Abbruch. Wer Meilhamer & Schlenger kennt, weiß, wie schnell sich „neue Hüften“ auf „Kur mit Düften“ und „Lätschn lüften“ reimt. Besonders eindrucksvoll sind die Momente, wenn Lieder dazu erklingen, meist aus der Feder von Hanns Meilhamer, gespielt auf nicht alltäglichen Instrumenten wie Ukulele, besonders großen oder besonders kleinen Orgelpfeifen. Und natürlich immer begleitet von einem mit allen Wassern gewaschenen Pianisten (Michael Armann oder Klaus Reichardt).

Claudia Schlenger agiert dabei als Vollblutautorin und –Schauspielerin. Die große Berg- und Talbahn-Fahrerin des Lebens schreibt vor allem die Sketche, bringt Leben in die Bude und schmeißt daheim das Büro. „Sie rollt mit de Augn und schmeißt ihre Lockerl und schüttelt ihren Körper wia a Salzburger Nockerl!“

Hanns Meilhamer, ansonsten Herbert, mehr der musikalisch-reimerisch Kreative, schreibt die Lieder, handelt die Gagen aus und greift selbst zu diversesten Instrumenten, packt das ganz Glump ins Auto und versucht, Fels in der Brandung zu sein: „Schau, a starke Frau wia Du braucht hi und da an ganzen Kerl, überleg net, probier – kimm zu mir!“

Claudia Schlenger und Hanns Meilhamer sind nicht nur seit über 25 Jahren auf der Bühne und im Film ein Paar. Sie sind seit 17 Jahren verheiratet, leben im niederbayerischen Simbach am Inn und haben mittlerweile einen erwachsenen Sohn. Claudia Schlenger arbeitete als medizinisch-technische Assistentin, bevor sie sich zur Sängerin und Schauspielerin ausbilden ließ. Meilhamer studierte an der Kunstakademie München und schloss mit dem Examen für Kunsterziehung ab. Vor über zwanzig Jahren wurden beide fürs Bayerische Fernsehen entdeckt und durch die Sendung „Kanal Fatal“ einem breiten Publikum bekannt.

www.schlenger-meilhamer.de


Biografie

1982: Claudia Schlenger und Hanns Meilhamer beginnen ihre gemeinsame Laufbahn mit Liedern und Sketchen auf verschiedenen Münchner Kleinkunst-Bühnen.

1983: Auf Vorschlag von Gerhard Polt bekommen Meilhamer und Schlenger den „Salzburger Stier“, den gemeinsamen Rundfunkpreis der Länder Deutschland, Österreich, Schweiz.

Daraus folgte ein Auftrag des WDR, für den sie ein Jahr lang wöchentlich eine Hilde- und Alfons-Hörfunkgeschichte „Die hausgemachte Welt der Wurmdoblers“ produzierten.
Danach folgten Hörfunksketche für den BR unter der Regie von Eva Demmelhuber.

1984: Deutscher Kleinkunstpreis

Ihr erstes Programm „Muatter i bin a Guckuck“ wird vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet und mit dem AZ-Stern der Woche und den Nürnberger AZ-Stern des Jahres prämiert.

Danach begann eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen unter der Regie von Helmut Milz. Sie produzierten dort zunächst regelmäßig für die Sendung „Kanal Fatal“. Dann folgte die eigene Sketchserie „Alles was recht ist“ und schließlich die Serie „Herbert und Schnipsi“ mit sechs 30-Minuten-Geschichten.

1996: Der erste 60-minütige „Herbert und Schnipsi“-Spielfilm mit dem Titel „Der Muttertag“ wird vom Bayerischen Fernsehen gedreht.

Auf der Bühne folgten während dieser Jahre einander die Programme „Können Ameisen schwimmen?“, „Alles Bella“, „Des Liad is schlecht“, „Krautsalat neu durchgesalzen“, „Du und i und mei Mamma“, „Ja was denn no!?“ und schließlich das aktuelle Programm „Weil mir uns net geniern“.
Die meisten davon wurden ebenfalls vom BR aufgezeichnet. „Alles Bella“ wurde auch als Hörspiel produziert.

Mit ihren Bühnenprogrammen eroberten sich Herbert und Schnipsi zunächst die Kleinkunstbühnen, dann zunehmend große Theater und Hallen in ganz Bayern. Mit „Ja was denn no“ füllten sie zehn Mal den Münchner „Circus Krone“.

Weitere Sketch-Serien und Herbert-und Schnipsi-Folgen wurden und werden immer noch regelmäßig gedreht und ausgestrahlt. Dazu kamen und kommen zahlreiche Gastauftritte bei verschiedenen Kollegen (Grünwald-Comedy, Heißmann & Rassau) und im ZDF sowie die Mitwirkung als Schauspieler in verschiedensten Filmrollen und Fernsehserien, wie „Der Bulle von Tölz“, „Café Meineid“, dem Emerenz Meier- Film „Wildfeuer“, „Die unheilige Liebe“ usw.

Weitere Preise folgten:

2003: Ernst Hoferichter-Preis der Stadt München

2004: Bayerischer Kabarettpreis für Musik

Auch privat sind die beiden (seit 1974!) ein Paar und von daher geht der Stoff für immer neue Ideen und Szenen leider-gottseidank nicht aus.